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Schule der Zukunft
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| Das Gymnasium Zitadelle wird als Agenda 21 - Schule in NRW 2008 ausgezeichnet und darf sich zukünftig Schule der Zukunft nennen. |
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| Diese Zertifizierung erhält eine Schule, wenn Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Ideen und Projekten sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung engagiert haben. |
| Seit der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 verfolgt man den Ansatz der Nachhaltigkeit, wenn man die Sicherung der ökologischen Lebensgrundlagen der Menschheit mit der internationalen Verteilungsgerechtigkeit in ökonomischer, sozialer und ökologischer Perspektive verknüpft. Im Entwicklungsprozess sollen globale Aspekte berücksichtigt werden und die Lebenschancen zukünftiger Generationen einbezogen werden. |
| Um diese Auszeichnung zu erhalten, muss man mindestens drei der genannten Aspekte einer Bildung für Nachhaltigkeit nachweisen. Im Bereich Kooperation und Management ist gefordert, dass ein Team von mehreren Lehrern, Schüler mehrerer Lerngruppen, innerschulische Gremien und mehrere außerschulische Partner beteiligt sind. Im Bereich der Partizipation werden durch das Vorhaben Beteiligungsstrukturen genutzt oder neue geschaffen. Die schulische und außerschulische Öffentlichkeit wird über die Arbeit informiert. Die Projekte müssen im Schulprogramm verankert sein. |
| Die Kampagne "Schule der Zukunft", die von der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes (NUA) koordiniert wurde, begann mit der Anmeldung 2005 und endete mit der Auszeichnungsfeier im März 2008. Die Auszeichnung erfolgte durch Frau Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung, und Herrn Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW.
Die NUA-Kampagnen "Agenda 21 in der Schule" und "Boden will Leben" sind im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014" als offizielle Dekade-Projekte anerkannt und ausgezeichnet. |
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| Das Gymnasium Zitadelle hat sich mit folgenden Projekten beworben: |
| - Öko-Schulprogramm |
| - Dem Geheimnis der Schilfpflanzen auf der Spur |
| - Wasserqualität der Rur und des Wasserschulgartens im Vergleich (Gemeinsames Gewässersystem) |
| - Flussnetzwerk Rur |
| - "Kinder helfen Kindern" |
| - Stadtökologie - Schwerpunkt Wasser |
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| Das Gymnasium Zitadelle hat sich im Jahr 2000 mit dem Öko-Schulprogramm auf den Weg gemacht. Damit wollte die Schulgemeinschaft nichts Neues erfinden. Die bisherigen Aktivitäten in der Umwelterziehung, die schon längst in schulinterne Lehrplänen aufgenommen waren, wurden nun von den Kollegen eher im Sinne der Agenda 21 weitergeführt und durch konkrete Energiesparmaßnahmen in der Schule erweitert. |
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Das Gymnasium Zitadelle hat bereits 1997 mit der Bereitschaft zur Mitarbeit am Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Wasserschulgarten, Maßstäbe gesetzt. Herr Dr. Strobelt vertrat unsere Schule bei der Planung des Wasserschulgartens und führte im Rahmen der Landesgartenschau die ersten Projekte durch. Es folgten Aktivitäten im Rahmen von GÖS (Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule) und den Projekten im Rahmen der Lokalen Agenda 21, mit denen der Wasserschulgarten auch über Learn-line (2003) landesweit bekannt wurde. Jetzt, da Teile des Bildungsservers NRW vermutlich auf die Homepage des Ministeriums übernommen werden, findet man die Beiträge bzw. Links auf der Homepage des Agenda21-Treffpunkts wieder (http://www.agenda21-treffpunkt.de/lokal/stadt/sonstige/index.htm#Juelich). Spätestens seit 2006 ist der Wasserschulgarten und mit ihm unsere Projekte über die Bundesgrenze hinaus bekannt geworden. Herr Dr. Stengel, der Initiator des Wasserschulgartens, nahm an der vom Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Schneverdingen von der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) organisierten internationalen Tagung zum Thema: "Stand und Entwicklung der Gewässerpädagogik" teil und stellte unter anderem unsere Projekte ganz besonders heraus. Durch die Mitgliedschaft des Brückenkopf-Parks im Verein exploregio.net - Zusammenschluss Außerschulischer Lernorte für Natur, Kultur und Technik aus der Euregio Maas-Rhein - ist der Wasserschulgarten mit in die EuRegionale 2008 eingebunden. Da die Untersuchungen der Rur auch für den Wasserschulgarten interessant sind, trat unsere Schule während der Kampagne der NUA dem Flussnetzwerk Rur bei. |
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| Die Untersuchung der Rur wurde am umfangreichsten von Schülern der Umwelt-AG Wasserschulgarten vorgenommen. Weitaus mehr Messdaten haben die Teilnehmer der Umwelt-AG bei der Untersuchung des Teichs vom Wasserschulgarten und des Brückenkopfweihers seit 2000 gesammelt. Zahlreiche Aktivitäten der Schüler und die Teilnahme an Wettbewerben (z.B. "Schüler als ComputerLotsen") steigern den Bekanntheitsgrad des Wasserschulgartens. |
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Schon seit dem Schuljahr 2000/ 2001 haben gemeinsame Unterrichtsprojekte von Katholischer Grundschule Jülich und dem Gymnasium Zitadelle Tradition. So wurde das Projekt: "Gastransport bei Helophyten und die Auswirkungen auf den Stickstoffumsatz in der Boden-Wurzel-Grenzschicht“ - kurz: "Dem Geheimnis der Schilfpflanzen auf der Spur" - vom Pädagogikkurs, geleitet von Frau Stollorz, in Zusammenarbeit mit den Grundschullehrerinnen Frau Hensel und Frau Stoots im Rahmen der Kampagne im Schuljahr 2005/ 2006 durchgeführt. Der Differenzierungskurs Bio/ Chemie hat mit einer weiteren Grundschulklasse von Frau Arregui die Ideen im darauf folgenden Schuljahr aufgegriffen und mit der Bearbeitung des Selbstlernprogramms Ch@t der Welten wurde der Blick auf die vorhandene und durch den Klimawandel entstehende Wasserproblematik in der Einen Welt gelenkt. |
| In diesem Schuljahr sind erste Kontakte mit der GGS-Nord in Jülich aufgenommen worden, so dass nun das vorliegende Projekt von unserer Pädagogiklehrerin Frau de Wit mit ihrem Grundkurs und von Frau Richter mit ihrem 3. Schuljahr durchgeführt wird. Ermöglicht wurde dieses Projekt und das vorausgegangene Projekt "Naturnahe Wasserreinigung durch Schilfpflanzen - AMOVA" erst durch die finanzielle Unterstützung durch die Rütgers-Stiftung. Bei diesem Projekt leistete Herr Pelzer mit seinem Pädagogikkurs die Pionierarbeit. |
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Weitere Projekte im Verlauf der Kampagne zeigen, dass das Thema Wasser auch in weiteren Sachzusammenhängen thematisiert wird: "Eine Welt - Probleme der Entwicklungsländer am Beispiel Mali" wurde zum Schwerpunkthema Wasser im Fach Geographie in der Jgst. 12 unter der Leitung von Herrn Fettweis ausgewählt. Der Differenzierungskurs Biologie/ Chemie der Jgst. 9 von Frau Dr. Brümmer beschäftigte sich im Bereich "Stadtökologie" mir den Themen Wasserhaushalt, Wassermangel für das Stadtgrün, Wasserverschmutzung, die Entenproblematik u.a. |
| An dem Energiesparprojekt ist bis heute die ganze Schulgemeinschaft beteiligt. Aufgrund der Initiative der politischen Parteien, des Umweltbeirates und einzelner Arbeitskreise zur Lokalen Agenda der Stadt Jülich und mit der Zustimmung durch die Schulgremien wurde am Gymnasium Zitadelle 2000 mit dem Öko-Schulprogramm begonnen. |
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Noch bevor die Schule ihre Zustimmung gab, hat die Stadt Jülich am Schulgebäude der Zitadelle (zum Gymnasium Zitadelle gehört noch das Westgebäude und der Erweiterungsbau) bauliche Veränderung vorgenommen. Die Fenster wurden erneuert und fast zeitgleich haben die Stadtverordneten die Weichen für den Einbau einer modernen Gaszentralheizung anstelle der Nachtstromspeicherheizung gestellt. Auch in den folgenden Jahren wurden bei Baumaßnahmen (Erweiterungsbau) bzw. Renovierungsarbeiten (Nordflügel, Institut) energiesparende Details beachtet. |
| Um die Motivation der Teilnehmer am Energiesparprogramm zum damaligen Zeitpunkt noch zusätzlich zu erhöhen, wurde ein Abkommen nach dem Fifty-Fifty-Modell vereinbart. Die Einsparungen an Energiekosten flossen zu 50 % der Schule wieder zu und wurden den Beteiligten zur freien Verfügung gestellt. |
| Damit das Programm auch im Wesentlichen von den Schülern mitgetragen wurde, war in den Anfängen ein Arbeitskreis "Öko-Schulprogramm" aktiv. Lichtschalter wurden markiert, ihre Handhabung erläutert und Tipps zum Einsparen der Heizenergie aufgestellt. Auch die Mülltrennung wurde berücksichtigt. Damit die Aktivitäten zum Energiesparen nicht an der Grenze des Schulgeländes aufhörten, bildeten sich die Schüler als Energie-Berater aus. Private Haushalte wurden besucht und Kindergarten- und Grundschulkinder für das Energiesparen sensibilisiert. Die Energiesparkoffer wurden durch Unterstützung der Stadt Jülich und die Teilnahme an Wettbewerben finanziert. |
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| Seit 30 Jahren unterstützt das Gymnasium Zitadelle mit dem Weihnachtsbasar - "Kinder helfen Kindern" - Projekte in der Einen Welt und leistet somit einen Beitrag für eine bessere Zukunft von brasilianischen Kindern. Schüler, Eltern und Lehrer sind hier jedes Jahr ganz besonders gefordert und leisten einen wichtigen sozialen Beitrag. |