Schule der Zukunft

Logo - Schule der ZukunftDas Gymnasium Zitadelle wird zum vierten Mal in Folge als Schule der Zukunft ausgezeichnet. Diese Zertifizierung erhält eine Schule, wenn sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Ideen und Projekten für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung engagiert haben.

Spätestens im Erdkundeunterricht lernt jede Schülerin und jeder Schüler, dass sich Nachhaltigkeit stets in den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales ausprägt. Zusammen bilden diese Aspekte das viel zitierte Dreieck der Nachhaltigkeit. Mit dem Projekt Schule der Zukunft können die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv Nachhaltigkeit in das Schulleben integrieren. In den unten aufgeführten Beispielen zeigt sich die große Bandbreite der Möglichkeiten an unserer Schule.

Um die Auszeichnung als Schule der Zukunft zu erhalten, muss die Schule Bildung für Nachhaltigkeit anbieten. Im Bereich „Kooperation und Management“ bildet sich ein Team von mehreren Lehrinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern mehrerer Lerngruppen, innerschulischen Gremien und mehreren außerschulischen Partnern. Im Bereich der Partizipation werden durch das Vorhaben Beteiligungsstrukturen genutzt oder neue geschaffen. Die schulische und außerschulische Öffentlichkeit wird über die Arbeit informiert. Die Projekte sind fest Schulprogramm verankert.

Die Kampagne „Schule der Zukunft“, die von der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes (NUA) koordiniert wurde, begann mit der Anmeldung 2016 und wurde über den gesamten Zeitraum durch Begleitveranstaltungen und Schülerakademien unterstützt. Miit der Auszeichnungsfeier im Mai 2020 sollte die Kampagne einen gebührenden Abschluss finden. Coronabedingt musste die Auszeichnungsfeier aber leider ersatzlos ausfallen. Die Beteiligten an der Zitadelle sind stolz auf die erneute Auszeichnung und bedanken sich bei allen Aktiven, die die Zukunft aktiv durch ihre zahlreichen Ideen mitgestalten. Weiter so!

Umwelt-AG

Die Umwelt AG gibt es nun seit sechs Jahren und setzt sich aus alten Hasen, aber auch jungen Hüpfern zusammen, die Energieeinsparmaßnahmen aufzeigen und Aktionen zum umweltfreundlichen Konsumverhalten durchführen. Zumeist organisieren sich die Schüler in kleinen Arbeitsgruppen, weshalb wir auch häufig im Selbstlernzentrum zu finden sind. In diesem Jahr wollen die Schülerinnen und Schüler auch mehr auf aktuelle Informationen setzen und am „Grünen Brett“ im PZ-Vorraum, aber auch im Westgebäude und E-Bau, aktuelle Schlagzeilen zu Umweltthemen präsentieren. Als erstes wurde ein Bericht über die damals 15-jährige Umweltaktivistin aus Schweden verfasst. Die Jugendliche verdeutlicht den Politikern weltweit, dass es Zeit ist zu handeln.

Neben dem jährlichen Treffen der Umweltbeauftragten im Konferenzsaal und im Westgebäude haben wir uns auch wieder auf dem Weihnachtsbasar präsentiert und haben neben dem SV Stand einen nagelneuen „Satch“-Rucksack, der zu 50 % von einem lokalen Anbieter gesponsert wurde, verlost. Die recht bekannte Marke setzt bei der Produktion auf die Verwertung von PET-Flaschen, wodurch Rohstoffe geschont werden. Aber auch andere jüngere und modernere Marken setzen auf die Verwertung von Plastikabfällen. Zusätzlich gab es Informationen zu nachhaltig produzierten Schulheften. Auch hier lohnt sich nämlich ein Blick ins Heft, um zu überprüfen, welche Umweltaspekte bei der Herstellung beachtet werden. Wir können auch festhalten, dass das Ökopapier von heute etwas ganz anderes ist als das, welches früher verwendet wurde. Um den Rucksack zu gewinnen, musste man die Menge der PET-Flaschen-Deckel in einem Jutesack schätzen. Viele Schüler haben mitgemacht und eine Schülerin aus der 9a hat gewonnen! Zusätzlich gab es auch noch Federmäppchen und Stiftesets, die von einer lokalen Buchhandlung bezuschusst worden sind.

Multivision zum Umgang mit Ressourcen
Am 14.11.2018 hatten wir für die Jahrgangsstufen 5 und 7 sowie einen LK die Veranstaltung „ReDuse -Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ an unserer Schule. Die Moderatoren vom Projektträger „Die Multivision“ informierten u.a. über den anhaltend hohen Ressourcenverbrauch, aber auch über die zunehmende Vermüllung der Ozeane. Es wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie unser Konsumverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann, indem Güter beispielsweise nicht einfach immer weggeworfen, sondern getauscht, repariert, richtig recycelt oder verkauft werden können. Im Anschluss an die Präsentation bestand die Gelegenheit die Inhalte mit den Moderatoren zu diskutieren.

Erfolg im Klimaschutz – Daten aus 2017
Auch im Jahr 2017 haben wir im Rahmen des städtischen Projektes „Aktiv fürs Klima“ durch Energieeinsparmaßnahmen die Umwelt geschont und Geld erhalten. Der Stromverbrauch unserer Schule sank laut Angaben des Klimamanagers in diesem Jahr um 4 %, nachdem er von 2013 bis 2015 zunächst kontinuierlich gestiegen war. Der Wärmebedarf ist hingegen erneut gestiegen (um 2 %). Besonders im E-Bau seien signifikante Mehrverbräuche im Jahre 2017 zu verzeichnen. Wer also einen zu warmen Kursraum hat, kann sich gern melden – vielleicht können wir ja noch ein wenig mehr einsparen! Wichtig ist es auch, auf geschlossene Fenster nach Unterrichtsschluss zu achten. Die neuen Raumnutzungspläne wurden wieder markiert, damit man weiß, wenn man zuletzt im Raum ist.
Letztendes ist es der Schulgemeinschaft aber gelungen den Ausstoß von rund 23 Tonnen CO2 einzusparen. Alle teilnehmenden Schulen und Kitas konnten sogar 38,1 Tonne vermeiden, womit wieder eine beachtliche Leistung erreicht wurde! Als Belohnung für unsere Einsparungen erhalten wir 1950 Euro von der Stadt, insgesamt wurden 8160 Euro ausgeschüttet.
Wir hoffen, dass die Stadt dieses Projekt auch in der Zukunft fortführt und wir so weiterhin einen Überblick über die Energieverbräuche erhalten und auch durch Bonuszahlungen weitere Projekte finanziell unterstützen können.

Was noch ansteht:
Während der jährliche „Warme Pulli-Tag“ aufgrund der frühlingshaften Temperaturen kurzfristig „auf Eis gelegt wurde“, steht in Kürze wieder der Wettbewerb für die umweltfreundlichste Klasse an. Um ein authentisches Bild zu erhalten, werden wir auch in diesem Jahr den Zeitraum der Überprüfung nicht angeben. Kontrolliert wird aber wie jedes Jahr die richtige Mülltrennung (Achtung: die ist häufig entscheidend), das Ausschalten des Lichtes und das Schließen der Fenster nach Unterrichtsschluss. Letztes Jahr gewann die Klasse 5b von Frau Peltzer mit Abstand! Ob sie auch dieses Jahr wieder den Umwelt-Award erhält? Es bleibt spannend!
Unsere Pläne und Ideen für das zweite Halbjahr:

  • Aktion zum Schulhof der 5er/6er
  • „Das Bild des Monats“
  • „Tipp des Monats“
  • News
  • Verleihung des Umwelt Awards
  • Der C02-Fußabdruck verschiedener Länder
  • Das Elektroauto unter der Lupe
  • Neue Brennstoffzellen
  • #6-fighting extinction – Gemeinsam für den Artenschutz

Leitung: Ramona Brandt (ehemalige Jansen)

Der Schulsanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst (SSD) am Gymnasium Zitadelle ist im Schulprogramm verankert und läuft organisatorisch im Rahmen einer AG ab.

Folgende am Schulleben Beteiligte sind Teil dieser AG:

  • Die Lehrkraft, die zugleich als Erste Hilfe-Ausbilderin im Rahmen des Schulsanitätsdienstes fortgebildet ist
  • Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 aufwärts, die einen verbindlichen Erste- Hilfe-Lehrgang (acht Doppelstunden) bei der Ausbilderin absolvieren und sich verpflichten, mindestens ein Kalenderjahr als SchulsanitäterInnen Dienst gemäß des Einsatzplanes zu übernehmen

Was ist der Schulsanitätsdienst?
Der Schulsanitätsdienst ist eine Initiative, die vom Jugendrotkreuz gefördert und unterstützt wird. Er ergänzt und sichert die Erste – Hilfe – Versorgung an der Schule. In Erste – Hilfe – ausgebildete Schülerinnen und Schüler stellen im Rahmen des Schulsanitätsdienstes mit ihrer Kooperationslehrerin die Erstversorgung im Falle von Unfällen, Verletzungen und Krankheit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher. Die Schulsanitäter/-innen vertiefen und erweitern ihr Wissen zur Ersten Hilfe ständig.

In diesem Sinne ist das primäre Ziel des Schulsanitätsdienstes zu helfen. Damit leistet er – auch im Sinne des präventiven Gedankens- einen Beitrag zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, Selbstbestimmung und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Dienst tun die Schulsanitäter/- innen nicht nur gemäß Dienstplan in den großen Pausen, sondern auch bei Schulveranstaltungen (z.B.: Weihnachtsbasar). Sie dokumentieren ihre Einsätze im Verbandbuch und sind zusammen mit ihrer Kooperationslehrerin für das Sanitätsmaterial zuständig. Im Weiteren weisen sie auf Gefahrenquellen hin und/ oder beseitigen diese.

Als außerschulischer Lernpartner steht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit seiner Jugendrotkreuzabteilung zur Verfügung. Der letztgenannte Aspekt erleichtert den Einbezug außerschulischer Lernorte, wie z.B. den Besuch einer Rettungsleitstelle oder das Kennenlernen eines Rettungswagens mit seiner spezifischen medizinischen Ausstattung.

In unserer Gesellschaft kommt sogenannten Schlüsselqualifikationen eine zunehmend höhere Bedeutung zu. Diese Eigenschaften, die dem Sozialverhalten zugeordnet werden können und so verschiedene Merkmale wie Motivation, Umgangsformen oder Selbstständigkeit umfassen, werden z.T. im Rahmen der Erste – Hilfe – Ausbildung erworben und im aktiven Schulsanitätsdienst – Einsatz trainiert.

Die Entwicklung von umsichtigem Verhalten, Engagement für andere und Toleranz im Miteinander lässt sich auch neben der klassischen Erste Hilfe-Ausbildung auch im Zuge der Auseinandersetzung mit weiteren Themen sichern, z.B.:

Gesundheitserziehung:

  • Hygiene in der Schule (Sauberkeit, Abfallbeseitigung, Unfallquellen)
  • Unser Ohr – ein empfindliches Organ (Lärmschutz z.B. beim Arbeitsschutz, beim Discobesuch, zumutbare Höchstgrenzen)

Umwelterziehung:

  • Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht!
  • Auswirkungen des Klimawandels
  • Sparsamer Umgang mit Energien

Verkehrserziehung:

  • Verhalten im Straßenverkehr
  • Mein Schulweg (Verhalten im Schulbus, Sicherheitserziehung etc.)

Werteerziehung:

  • Eine Welt!
  • Werte des menschlichen Zusammenlebens in Bezug auf die Gesellschaft, in der wir leben wollen
  • Notfallseelsorge, Notfallnachsorge

Seit dem Schuljahr 2013/14 steht der SSD auch Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 offen.
Ziel ist die Ausbildung zu Juniorhelfern und Juniorhelferinnen. Es zeigt sich ein starkes Interesse der Jüngsten des Gymnasiums an sozialem Engagement.

Juniorhelfer (ab Klasse 7) stehen den Sanis als vollwertige Hilfe zur Seite. Der Vorteil ist ein allmähliches Hineinschlüpfen in die Verantwortlichkeit eines Ersthelfers.

Angelegt als langfristig angelegtes Schulentwicklungsvorhaben:
Ausweitung des Engagements der Sanis: Neben dem Einsatz gemäß Dienstplan in den Großen Pausen Ausweitung des Einsatzes bei Schulfesten: anfangs nur Einsatz beim Weihnachtsbasar, jetzt auch bei weiteren Veranstaltungen, der Abiturentlassfeier, dem Abigag und sämtlichen Sportveranstaltungen der Schule)

Leitung: Melanie Landen

Inhaltliche Aspekte der Agenda 21 – Bildung für Nachhaltigkeit

Ökologische Aspekte
(1) Hinter den angestrebten CO2-Einsparungen steht die Umwelt, die es zu schützen gilt. Durch das Aufzeigen ökologischer Auswirkungen aufgrund des praktizierten Konsum- und Lebensstils, der Mobilität und der Ernährung, werden die Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer in der Schule und privat angehalten, ihr Handeln zu überdenken und ein anderes Nutzerverhalten anzunehmen.

(2) Den Schülerinnen und Schülern wurden bei der Beschäftigung mit dem ökologischen Fußabdruck vor allem der Ressourcenverbrauch zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Konsumprodukten, beim Wohnen und Verkehr deutlich. Die Auswirkungen dessen auf die entsprechenden Länder wurden ebenso thematisiert und auch im Erdkundeunterricht behandelt.

(3) Den SchülerInnen wurden folgende ökologische Folgen der Massentierhaltung deutlich: Der hohe Wasserverbrauch und die extreme Verschmutzung des Grundwassers durch Fäkalien wirken sich negativ auf den Wasserhaushalt aus. Der sehr hohe Ausstoß von Methangasen durch die Rinder hat direkte Auswirkungen auf den Klimawandel. Der Anbau von Tierfutter – bedingt durch den hohen Nahrungsverbrauch der Tiere – zerstört in Brasilien den Regenwald und verringert insgesamt den Bestand an Ackerflächen für die Ernährung der menschlichen Bevölkerung.

(4) Gesundheitserziehung (Hygiene in der Schule, Unfallquellen), Lärmvermeidung (Lärmschutz, Discobesuch), Umwelterziehung: Sparsamer Umgang mit Energien)

(5) Durch die konsumkritische Stadtführung wurden die Schülerinnen und Schüler mit den ökologischen Auswirkungen ihres Konsumverhaltens konfrontiert und dazu angeregt, dies zu überdenken.

(6) Das Erstellen von einer Umweltzeitung im Politikunterricht bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ökologisches und sozial-politisches Wissen miteinander zu vereinen. So brachten die Schülerinnen und Schüler ihr ökologisches Wissen aus den Naturwissenschaften ein, um die politische Dimension der Umweltzerstörung zu erklären.

(7) Die Ökologie ist ein großer Bestandteil des Projektes „Schlafende Riesen“. Mit der Arbeit am Wiki gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Zitadelle wollte ich vor allem erreichen, dass sie sich über Nachhaltigkeit bewusst werden und verstehen, was ein bewusstes Leben für die Natur bedeutet. So haben die Schülerinnen und Schüler beispielsweise über faire Produktionen von Kleidung und Lebensmitteln recherchiert und ihre Befunde im Wiki festgehalten.

Ökonomische Aspekte
(1) Im Vordergrund des Projekts steht die Energieeinsparung in Form von Strom und Wärme, um den CO2-Ausstoß der Stadt Jülich zu senken und damit zum Klimaschutz beizutragen.

(2) Das Projekt „Aktiv fürs Klima“ verdeutlichte unter anderem auch, dass der Verbrauch von Energie und die unsachgemäße Beseitigung vom Müll nicht nur der Umwelt schadet, sondern sowohl in der Gegenwart, aber vor allem in der Zukunft hohe Kosten verursacht.

(3) Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Massentierhaltung haben die SchülerInnen herausgearbeitet. Kleinbauern in Deutschland und in den Entwicklungs- und Schwellenländern können nicht mithalten und verarmen, weil Fleischprodukte aus Massentierhaltung zu Dumpingpreisen angeboten werden und am Markt für einen Preisverfall sorgen. Das Konsumverhalten der Bürger in den Industrieländern mit der extrem hohen Nachfrage nach Fleisch hat dazu beigetragen, dass Ressourcen und Nahrungsmittel verschwendet werden.

(4) Nachhaltiges Wirtschaften: Umgang mit Verbandmaterial, dessen Neubeschaffung unter Berücksichtigung des Kostenfaktors

(5) Die Schüler und Schülerinnen wurden dafür sensibilisiert, wie sie durch ihr eigenes Konsumverhalten ökologische Ressourcen schonen können.

(6) Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit selbst gewählten Aspekten rund um das Thema „Ist die Erde noch zu retten“ beschäftigt. Dabei reiche die Spannweite vom Umgang mit Ressourcenknappheit bei der Energieversorgung, die Auseinandersetzung mit alternativer Energieversorgung, Chancen und Grenzen des Recyclings bis zur Darstellung von Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel versuchen werden können.

(7) Weiterhin haben die Schülerinnen und Schüler durch die Weiterentwicklung der Texte im Wiki herausgearbeitet, wie sehr Leben und Handeln jedes Menschen auf wirtschaftliche Aspekte abzielen. So haben sie beispielsweise die Herstellung von verschiedensten Produkten untersucht und dabei erfahren, dass sich Unternehmen nicht nur daran orientieren, ob es ökologisch tragbar ist, sondern auch, ob es wirtschaftlich für den eigenen Konzern ist.

Globale Aspekte
(1) Durch das Aufzeigen der globalen Auswirkungen aufgrund der Klimaveränderungen wurden die Schülerinnen und Schüler sensibilisiert und motiviert sich zu engagieren und ihr eigenes Handeln zu hinterfragen.

(2) Die Schülerinnen und Schülern haben gelernt, dass die Folgen ihres Handelns nicht nur lokale Auswirkungen haben, sondern sich auch auf Lebensräume am anderen Ende der Welt auswirken und sie sich als einzelne Person bewusst für oder gegen ein umwelt- und klimagerechtes Leben entscheiden können.

(3) Den SchülerInnen wurde klar, dass die Folgen der Massentierhaltung globale Ausmaße annehmen, besonders im Hinblick auf das Welternährungsproblem. Während u.a. der hohe Fleischkonsum in den Industrieländern zu einer Überernährung mit den entsprechenden gesundheitlichen Konsequenzen geführt hat, wird die Unter- bzw. Mangelernährung in den Entwicklungsländern immer dramatischer, weil Anbauflächen von Lebensmitteln zugunsten der Tierfutterproduktion aufgegeben werden und es so zum Preisanstieg von Grundnahrungsmitteln kommt. Der enorme Wasserverbrauch – sowohl für die Tierhaltung selbst als auch für den Anbau von Futtermitteln – (water footprint bezüglich des Fleischkonsums im Vergleich zu anderen Ernährungsweisen) ist höchst problematisch angesichts der zunehmenden Trinkwasserknappheit in vielen Regionen der Erde.

(4) Globales Lernen: Ersthelfer mit seinen Sofortmaßnahmen als erstes Glied der Rettungskette, das enorme Wichtigkeit hat für das reibungslose Funktionieren der weiteren Glieder (Weitere Maßnahmen, Rettungsdienst und Krankenhaus); Einbezug von außerschulischen Lernorten

(5) Die Schülerinnen und Schüler haben erfahren, inwiefern ihr eigenes Konsumverhalten globale Auswirkungen hat. So unterstützen sie beispielsweise indirekt durch den Kauf von billigen T-Shirts Kinderarbeit, bzw, Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen in Entwicklungsländern. Zudem haben sie gelernt, dass bei der Produktion in diesen Ländern auch oft keine Rücksicht auf umweltverträgliche Produktionsverfahren genommen wird.

(6) Die Schülerinnen und Schüler haben Konsequenzen der Umweltverschmutzung und des großen Energieverbrauchs in Hinblick auf die globalen Folgen betrachtet unter dem Thema „Ist unsere Erde noch zu retten?“.

(7) Die Einführung des Wikis „Schlafende Riesen“ war für mich besonders wichtig, damit Schülerinnen und Schüler schon früh erfahren, wie eigentlich ihre Kleidung, die sie tragen, hergestellt wird, wer sie produziert und wie die Produktionsbedingungen sind. Dabei soll die Recherche nicht davon abschrecken bestimmte Produkte zu kaufen, sondern sie soll bewusst machen, wie wir durch den Kauf von Produkten global mit anderen Menschen vernetzt sind.

Soziale Aspekte
(1) Die Schülerinnen und Schüler haben gelernt, dass solche Aktionen nur vom Mitmachen leben und sie sich durch vorbildliches und reflektiertes Handeln, durch Information und Aufklärungsarbeit für die Umwelt einsetzen können.

(2) Die Schülerinnen und Schüler haben gelernt, dass Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz vom Mitmachen leben und dass das Aufzeigen von Missständen die Menschen zum Umdenken bewegen kann.

(3) Im Zuge der ethischen Bewertung dieser Bestandsaufnahme suchten die SchülerInnen nach Lösungen, die nicht nur politische/gesellschaftliche und wirtschaftliche Weichenstellungen betrafen, sondern auch ihr eigenes Konsumverhalten. Den SchülerInnen wurde bewusst, dass sie selbst Verantwortung für ihr eigenes Handeln gegenüber anderen Menschen, den Tieren und der Natur übernehmen müssen.

(4) Förderung des sozialen Engagements (Stärkung der Zivilcourage, Förderung der kommunikativen Kompetenz, der Toleranz und der Umsichtigkeit)
Gesundheitsprävention (Alkoholmissbrauch, Rauschzustände, Impfung)

(5) Die Projektarbeit und die Stadtführung in Zusammenarbeit mit der Initiative „Konsum um jeden Preis?“ haben zur Förderung des sozialen Engagements beigetragen. Die Schülerinnnen und Schüler haben nicht nur gelernt, dass ihr Konsumverhalten konkret Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern hat, sondern durch das Kennenlernen der Initiative haben sie Möglichkeiten erfahren, wie sie sich vor Ort sozial engagieren können.

(6) Die eigenständige Auseinandersetzung mit umweltpolitisch relevanten Themen befähigt die Schülerinnen und Schüler dazu, durch ihr hinzugewonnenes Wissen Verantwortung für ihr Handeln gegen über der Umwelt zu übernehmen und ihre Positionen im gesellschaftlichen Diskurs vertreten zu können.

(7) Die Bedeutung von Nachhaltigkeit geht jeden etwas an. So fühle ich mich verpflichtet mein Wissen über Nachhaltigkeit weiterzugeben und darauf aufmerksam zu machen, was sich in unserer Gesellschaft ändern muss. Deshalb war es für mich auch wichtig dieses soziale Bewusstsein an Schülerinnen und Schüler heranzutragen und im Wiki eine Kommunikations- und Austauschplattform dazu zu schaffen.

(8) Bei diesem Projekt wurde vor allem das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler deutlich. Motiviert durch die Hilfsbedürftigkeit der Menschen in Ostdeutschland engagierten sie sich zu Hause beim Backen und in der Schule beim Verkauf, Sammeln und Werben für die Kita in Magdeburg ein.